1.Männer

Trainer
Torsten Nischwitz

Trainingszeiten - 1.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium

Pokal: SG Ajax / Altglienicke vs. VfV Spandau 30:27 (15:13)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 1.Männer

Erneut zog die Pokalluft durch die Gänge der Ajax Arena. Dieses Mal hieß der Gegner VfV Spandau, welcher ein alter Bekannter der letzten Saison ist. Die letzten beiden Begegnungen konnten Sie für sich entscheiden, daher ist es kein Wunder, dass die Zeichen ganz eindeutig auf Revanche standen. Dieser Gedanke hat sich wahrscheinlich in jedem Kopf wiedergefunden, zusammen mit dem Anreiz auf das mögliche Einziehen in das Viertelfinale und ein randvoller Kader war der Grundstein für einen weiteren Handballkrimi auf Augenhöhe gesetzt.

Dieser Kampfesgeist zeigte sich auf beiden Seiten von Spielbeginn an. Viele Angriffe, sehr schnell wechselnder Ballbesitz und noch schnellere Torhüter. Ein wie von Anfang an klar ausgeglichenes Spiel. Man merkte sofort, dass jeder Fehler ausschlaggebend war und genau das erfuhren die Gäste am eigenem Leibe, denn mit der zwei Minuten Strafe gaben sie ihre leichte Führung auf, womit es nach acht sehr aufregenden Minuten, trotz vieler Chancen, erst 3:3 stand.

Durch eine, vor allem im Angriffsspiel, sehr variabel aufgestellte Mannschaft mit warmgelaufenen Außenspieler auf unserer Seite und ein auffällig stark auf den Rückraum konzentrierter VfV Spandau, kam es zu einigen Führungswechseln. Schließlich setzte sich aber der variable Spielaufbau durch und wir konnten uns nach 23 Minuten einen Vorsprung von 13:10 erspielen. Das sich unsere Gegner sowas nicht gefallen lassen wollten, ist selbstverständlich und durch zwei schnelle Tore kamen sie wieder auf eins ran. Zwei Sekunden vor der Halbzeit setzte Ronny nochmal ein Ausrufezeichen mit einem Hammer aus dem Rückraum, wodurch der Halbzeitstand von 15:13 auf der Anzeigetafel erschien.

Nach der Halbzeitansprache ging es mit voller Motivation in die zweite Hälfte, welche genau so gewaltig beginnen sollte, wie die erste geendet hat. Zwei zügig gefallene Tore auf unserer und einer Zeitstrafe auf Spandauer Seite hatten einen Punktestand von 18:13 als Folge, damit sollte es aber noch nicht enden. Die gerade abgesessene Zeitstrafe wurde nach nur 33 Sekunden aufgefrischt und somit konnte die Führung auf stabile fünf Tore ausgebaut werden.

Das diese Führung sehr wichtig war, wollte sich zu diesem Zeitpunkt noch keiner ausmalen, aber aus Erfahrung kann man sagen, dass ein Spiel bis zur sechzigsten Minute geht und vor allem die letzten zehn Minuten sehr spielentscheidend sind. In diesem Fall setzten die letzten zehn Minuten früher ein, denn durch eine Zeitstrafe auf unserer Seite bekam Spandau den Platz und einen nötigen Motivationsaufschwung, den sie brauchten um anschließen zu können, was sie dann auch bis auf zwei Tore taten.

Dann begannen die richtigen letzten zehn Minuten begannen und diese forderten auf beiden Seiten sofort einen Spieler, wodurch sich zwei Minuten nur noch je fünf Leute gegenüberstanden, was beidseitig viele Räume ergab. Wichtig in dieser Phase des Spiels war vor allem der 7-Meter, welcher das Halten der Führung von zwei Toren ermöglichte. Wieder vollständig, rissen wir uns los und erkämpften den vier Tore Vorsprung (28:24) durch starke Außenspieler, welche eiskalt  trafen und von Dirk, der den gegnerischen Mittelblock über das ganze Spiel nur so austanzte und dadurch einnetzte oder Strafen provozierte.

Nach einer Auszeit der Gäste und zwei darauffolgenden Toren passierte drei Minuten auf beiden Seiten gar nichts mehr, was an etwas Pech im Abschluss, aber vor allem an der Abwehr.- und Torwartleistung auf beiden Seiten lag.

Eine Minute vor Ende der Partie erzielte Paul durch einen Konter die erneute eindeutige Führung, wodurch auch Spandau einsah, dass hier nichts mehr zu holen war. Der Endstand von 30:27 viel mit dem Schlusspfiff.

Somit endete der Nachmittag mit einem, nur so mit Adrenalin gespickten, Krimi  durchaus mit einem sehr positiven Ergebnis für die SG, welche nach anfänglichen Schwierigkeiten durch eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung den Sieg bis über weite Teile des Spiels bis zum Ende auf ihrer Seite hielt.

Marc Pruss