2.Männer

Trainer
Martin Ritt

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

SG FES II - SG AJAX Altglienicke II 22:28 (12:17)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Na geil: da fährt man in die weite Ferne (Fahranweisung für den Glambecker Ring: „Fahren Sie ganz weit in den Nordosten Berlins, und bremsen Sie kurz vor Brandenburg“), und dann sagen reihenweise die Spieler ab! Klar, es sind Ferien, und von daher war es ohnehin unerwartet, dass dieses Wochenende ein Spieltag stattfanda aber glücklich ist man natürlich in einer solchen Situation nicht. Insbesondere dann nicht, wenn es zum Tabellenzweiten FES (den selbsternannten „Bären“) geht. Reihenweise waren Spieler im Urlaub, dann waren auch noch ein paar Spieler krank oder zur Dritten abgestellt (selbst der Chronist musste sich dem Alter und seinen Gebrechen beugen und den Platz zwischen den Pfosten für heute gegen den auf der Bank eintauschen). Alles in allem hatten wir 10 Spieler zur Verfügung. Darunter war glücklicherweise auch Schmitti, die Torhüterposition sollte also kein Problem darstellen. 

Genauso wie gegen Neukölln, denen wir ja in der Vorwoche ein Unentschieden geschenkt hatten (ja, so muss man das leider sagen), hatten wir in der Hinrunde auch gegen FES recht klar den Kürzeren gezogen. Trotz (oder vielleicht aufgrund) der Personalsituation war die Stimmung eigentlich recht gelöst, schließlich hatten wir kaum etwas zu verlieren.
Und vielleicht machte genau das den Unterschied aus. Die Abwehr stand gut und aggressiv und wir verwandelten vorne sicher. Da unsere Aufstellung kaum dem entsprach, was wir in irgendeiner Form trainiert hatten, war kaum an Spielzüge zu denken, es musste im Angriff also alles über ganz einfache Mittel und Einzelaktionen laufen. Und das klappte! Nach zwölf Minuten stand es 3:10 für uns, und nicht nur die gegnerischen Fans rieben sich die Augen. Einen gewissen (aber nicht entscheidenden) Bruch bekam unser Spiel, als wir dann auch noch Brudi verloren; er hatte versucht, der Schulter des heranstürmenden Gegenspielers lediglich mit seinem linken Jochbein entgegenzutreten! Die Folge: Ein stark blutender (manche sagen sprudelnder) Cut unter dem Auge. Fortan waren wir also noch zu neunt. Dabei konnten wir wieder einmal unsere inzwischen deutlich gewachsene mentale Stärke unter Beweis stellen. Denn nach einer 7-Tore-Führung kam FES beim 11:13 nochmal auf zwei Tore ran. Wir ließen uns aber nicht den Schneid abkaufen, und konterten souverän, wie der Halbzeitstand von 12:17 zeigt. 
Und diesmal konnten wir unsere Leistung – im Gegensatz zur letzten Woche- auch in Halbzeit zwei aufrechterhalten. Näher als auf 4 Tore kam FES trotz aller Anstrengung nicht mehr heran. Dabei kam uns dann auch noch zugute, dass der Kreisläufer mit der Nummer 2, der gerade im Zusammenspiel mit dem Sportfreund Mißfeldt brandgefährlich gewesen war, nicht mehr mitspielen konnte. Und auch die Tatsache, dass wir den eben angesprochenen Mann mit der Nummer 17 vergleichsweise gut im Griff hatten (und das bedeutete, dass er „nur“ 8 Tore machte), trug maßgeblich zum Endstand von 22:28 bei. 
Man muss auch sagen, dass heute so gut wie alles funktionierte. Sei es beispielsweise ein Konter von Julian und Lennart, den man sehr gut auch hätte verstolpern können. Oder ein „Wurf“ (wer dabei war, wird die Anführungsstriche verstehen) von Tom, der niemals hätte ankommen dürfen. Oder ein Tor von Tim, der sich die Anweisung zu Herzen nahm, dass man als Kreisläufer von der 6m-Linie aus wirft… normalerweise wirft man dabei aber nicht von seiner eigenen 6m-Linie! Und das, obwohl nicht mal „Empty goal“ eingeblendet war!
Dass dann im Anschluss die erste Mannschaft auch noch gegen die erste Garnitur von FES gewann (und das fast so souverän wie wir, was wir uns mit wohligem Gefühl und unter Vernichtung einer 20er-Sammlung bayrischer Hopfenkaltschale anschauen konnten), bedeutete einen perfekten Auswärtsspieltag! Geile Sache! Ich denke, dass wir an diesem Tag unsere beste Saisonleistung abgeliefert haben. Jeder, wirklich jeder hat auf seiner für manchen ungewohnten Position gekämpft und nie aufgesteckt. Wir haben uns nicht (kaum) provozieren lassen, und weiterhin unseren Stiefel gespielt. Untereinander gab es konstruktive Kritik, aber es wurde nie miteinander gemeckert oder geschimpft. Auch das ist ein deutlicher Fortschritt in dieser Truppe. Wir haben jetzt sieben Spiele hintereinander nicht verloren, so geht’s bitte weiter! 
Jetzt ist eine Woche Pause, und dann empfangen wir am 17.02. um 17:50 die HSG Kreuzberg III (Achtung: Mohnweg!). Und da heute die SG GM/BTSV 1850 deutlich von den Füchsen geschlagen wurde, werden wir die zwei Wochen bis dahin auf dem vierten Tabellenplatz verbringen!

Gruß Micha