2.Männer

Trainer
Martin Ritt

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

SG GM/BTSV 1850 - SG Ajax / Altglienicke II 29:25

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Was? Wo ist diese Halle? Wullenweberstrasse? Nie gehört… ist das noch in Berlin? So oder so ähnlich klangen einige der Reaktionen auf den heutigen Spielort. Anscheinend hatten auch einige des altgedienten Kaders in unseren Reihen noch nie das Vergnügen gehabt, dort aufzulaufen.

Dem heutigen Gegner hatten wir im Hinspiel mit dessen allerletzten Tor noch den Sieg geschenkt, nachdem wir das ganze Spiel über zum Teil mit fünf Toren geführt hatten. Das durfte uns natürlich heute nicht passieren. Leider standen manche Anzeichen schon für einen eher zähen Handballnachmittag aus unserer Sicht: Es fehlten Fred, Propper, Tim, Atze, der große Trumpf und Tom. Zwar hatte uns das Antreten mit einer Rumpftruppe beispielsweise bei FES nicht geschadet, ganz im Gegenteil aber wie das zum Teil kuriose  Spiel zeigen sollte, kann man diese Vorgehensweise wohl auch nicht zur Grundlage der Spielplanung machen.

Der Gastgeber, der sicherlich zeigen wollte, dass der Sieg im Hinspiel nicht unverdient war, legte auch gleich los wie die sprichwörtliche Feuerwehr; wir allerdings hinterher. Bis zum 3:3 in der 6. Minute war es ein offener Schlagabtausch. Dann zog Gutsmuths das Tempo noch etwas an, wir verlegten uns wieder mal auch eine unserer größten Stärken – und zwar das Schwächeln in Angriff und Abwehr – und erlaubten es damit dem Gegner, auf 6:3 davonzuziehen und wir trotteten bis zum 10:6 brav hinterher. Dann allerdings kam eine wohl perfekte Demonstration von „Ursache und Wirkung“. Ursache: Martin zückt die grüne Karte und, nun ja, redet uns ins Gewissen. Die Wirkung: Wir drehen mal kurz das Spiel und verwandeln den Rückstand bis zur Halbzeit in ein 10:13. 7 Tore ohne Gegentreffer, 10 Minuten lang kein Tor zugelassen! So konnte es weitergehen…. dachten wir.  

Anscheinend verloren wir in der Halbzeitpause Fokus, Körperspannung, Bissigkeit und Mut. Wir ließen uns unseren Vorsprung zwar nicht sofort, aber doch Stück für Stück, wieder entreißen. Beim 16:16 nach ca. 6 Spielminuten war der Gleichstand wieder hergestellt. Und danach, so muss man leider konstatieren, war unsere Gegenwehr gebrochen. Wir ließen den Gegner davonziehen, die Abwehr stand sperrangelweit offen (Scheunentorassoziationen drängten sich auf), eigene Tore waren streckenweise Mangelware. Plötzlich entdeckte der RL, der sich bis dahin vornehm zurückgehalten hatte, seinen Wurf (den man mit Fug und Recht als „Huf“ bezeichnen darf!). Auch die Tatsache, dass jetzt mit Schmitti, der uns dankenswerterweise wieder unterstützte, ein neuer Keeper zwischen den Pfosten stand, half da nichts mehr. Auch er hatte schlicht und ergreifend keine Chance gegen durchgebrochene Spieler, die dann frei von 6m werfen konnten. Am Bezeichnendsten für die zweite Halbzeit ist wohl die Tatsache, dass wir sage und schreibe 19 Tore kassierten! 12 eigene Treffer sind zwar auch nicht gänzlich zu verachten, aber bei einer solch schwachen Abwehrleistung dann einfach nicht genug. Und dass uns zur Halbzeit gerade Julian - unser Jüngster - vollkommen gerechtfertigt zusammenstauchen musste, weil wir uns nicht ausreichend auf das Spiel konzentrierten, spricht Bände. Das müssen wir abstellen.

Zum Schluß möchte ich im Namen der ganzen Mannschaft dem verletzten Spieler von Gutsmuths eine hoffentlich baldige Genesung wünschen. Wir waren alle extrem geschockt von dieser Verletzung und hoffen,  dass alles ohne bleibende Schäden verheilt.

 

Nachdenklich Micha