2.Männer

Trainer
Martin Ritt

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

SG Ajax / Altglienicke II - BSC Rehberge 23:29 (9:14)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Um es vorneweg zu sagen: ja, wir haben das Spiel verloren. Und sechs Tore sind im Handball eigentlich auch ein deutliches Ergebnis. Wieso ich dennoch nicht allzu traurig bin? Dazu zunächst ein paar Zahlen zum Gegner.

 

Rehberge wirft im Schnitt fast 33 Tore. Und kassiert nur 22. Das bedeutet eine Tordifferenz von 11 Toren pro Spiel! Im Hin“spiel“ (das eher als Hin“schlachtfest“ bezeichnet werden sollte), waren wir in der Afrikanischen Straße mit 43:21 unter die Räder gekommen. Alles andere als ein haushoher Sieg des Tabellenführers wäre also eine extrem unwahrscheinliche Überraschung gewesen. Das hieß, wir konnten völlig ohne Druck aufspielen, denn eine erneute Niederlage gegen Rehberge würde uns sicherlich kaum einer vorwerfen. Zumal wir natürlich wieder den Ausfall einiger Schlüsselspieler zu verdauen hatten.

 

Das Spiel kann man recht kurz umschreiben: Rehberge führte von Beginn an, machte seine Sache sicher und ohne großes Aufheben. Wir konnten nicht wirklich mithalten, und lagen schon in der 9. Minute mit 2:7 hinten. Allerdings ließen wir uns auch nie komplett hängen und machten den Gegnern das Leben nicht leicht. In der 26. Minute waren wir nochmal auf 2 Tore dran (9:11).  Solche kurzen Phasen wurden aber durchaus souverän gekontert, und die gegnerische Führung war nie wirklich in Gefahr. Halbzeitstand 9:14.

 

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: wann immer wir ein wenig Morgenluft schnuppern konnten, machte Rehberge wieder ein paar schnelle, einfach Tore. Nicht umsonst stehen die Jungs an der Tabellenspitze, sie waren heute einfach deutlich besser… lediglich an der Verwertung von Standardsituationen sollten sie noch ein bisschen feilen ;). Das Ende vom Lied war eine deutliche und nicht unverdiente 23:29-Niederlage. Aber man sieht auch: von der 9. Minute bis zum Ende konnten wir den Abstand beinahe konstant halten. Und um auf die Zahlen von oben zurückzukommen: Wir haben weniger Tore zugelassen als Rehberge im Schnitt wirft, (minimal) mehr geworfen und wir haben die Tordifferenz aus dem Hinspiel von 22 auf 6 reduziert.

 

Fazit: Wie immer sind wir dann am besten, wenn wir uns nicht unter Druck setzen (lassen). Das war gegen FES so und das konnte man schon in einigen anderen Spielen beobachten. Und einige Partien, in denen wir souverän geführt  hatten, haben wir doch noch aus den Händen gegeben als uns bewusst wurde, dass wir das tatsächlich gewinnen können. Die richtige Kombination aus Selbstsicherheit und Konzentration bzw. aus Siegesgewissheit ohne Überheblichkeit – diese Mischung müssen wir weiterentwickeln. Spielerisch sind wir auf einem guten Weg, mental stehen wir uns manchmal selber noch auf den Füßen.

 

Hoffnungsvoll Micha