2.Männer

Trainer
Steffen Seeber

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

Pfeffersport II - KSV Ajax II 26:25 (12:12)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Döner, Frittenfett und Eierkuchen…..
Tabellensechster gegen den ungeschlagenen Tabellenführer, das waren die Vorzeichen unserer Partie am 12.11. Die Rollen waren klar verteilt, und das führte dann auch naturgemäß zu den entsprechenden Einstellungen der Teams. Pfeffersport hatte nichts zu verlieren, und natürlich ist man gegen den Ligaprimus immer maximal motiviert. Wir hingegen hatten (trotz reichlich gegenteiliger Behauptungen im Vorfeld) das Spiel möglicherweise als eines der leichteren dieser Saison eingestuft. Beide Geisteshaltungen zeigten sich dann schon während der Erwärmung. Während Pfeffersport heiß wie das sprichwörtliche Frittenfett war, erinnerten wir mit unserer Haltung in großen Teilen eher an den Stapel Eierkuchen, der seit Stunden unbeachtet unter den Warmhaltelampen der Firmenkantine liegt. Dabei half es auch nicht wirklich, dass das Spiel ohnehin verzögert angepfiffen werden sollte, sich dann auch noch Probleme mit dem Rechner ergaben, und sich zunächst weder Sportfreunde für das Kampfgericht noch Schiedsrichter finden ließen. Hier sei den beiden Pfeffersportlern gedankt, die diese wahrlich undankbare Aufgabe auf dem Feld schließlich übernommen und auch sehr ordentlich erledigt haben – ich würde es nicht machen wollen.

Trotzdem gingen wir zunächst in Führung. Pfeffersport glich aber sofort aus und die Mannschaften bewegten sich quasi im Gleichschritt Richtung Halbzeitpause. Schon hier machte sich bemerkbar, dass auf unserer Seite eigentlich alle Spieler mit etwas anderem beschäftigt waren, nur nicht mit dem Geschehen auf der Platte. Vielleicht war der ein oder andere mit den Gedanken bei seiner Liebsten, dem in üppiger Menge bereitstehendem Gerstensaft, oder dem zuvor genossenen Döner (wobei das eher den Magen beschäftigte)… auf jeden Fall fehlten vorne und hinten Konzentration, Aggressivität, Biss und Mut. Trotzdem konnten wir das noch irgendwie kompensieren, mit einem aus unserer Sicht dennoch nicht zufriedenstellenden 12:12 ging es in die Kabine. (Hier muss ich sagen, dass ich zum ersten Mal dem elektronischen Spielbericht misstraue, denn ich bin mir doch ziemlich sicher, was den Halbzeitstand angeht. Zudem endete das Spiel angeblich auch schon nach 45 Minuten ;) )
Und auch in der Pause zeigte sich, dass wir wieder mal mehr mit den „Fehlern“ der Mitspieler beschäftigt waren als mit unseren eigenen. Statt taktischer Besprechung und Motivationsansprache hieß es erst mal, die Gemüter zu beruhigen.
Leider knüpften wir in der zweiten Hälfte nahtlos an die – nennen wir es mal „Leistung“ - der ersten Hälfte an. Kein Zupacken in der Abwehr, kaum Verschiebebewegung, die Hände nur deswegen auf Hüfthöhe, weil sie mangels Armlänge nicht weiter runterhängen konnten… Und vorne vergaben wir einen Angriff nach dem anderen, eine erste und zweite Welle nach der anderen. Wir rannten dauernd einem Rückstand hinterher und bekamen nie wirklich Zugriff auf das Spiel. Lediglich die Einwechslung einiger unserer Jungspunde machte das Spiel nochmal schnell und ließ Hoffnung aufkommen. Aber an diesem Tag wollte Pfeffersport es einfach mehr als wir, und so mussten wir uns am Ende leider mit einem Tor geschlagen geben (26:25).
Fazit: Das Spiel war einfach schlecht. Wenn man etwas Gutes finden möchte, dann war das die Leistung einiger junger Spieler, die sich nicht von der schlechten Stimmung anstecken liessen und gute bis sehr gute Aktionen zeigen konnten. Und natürlich haben wir uns jetzt die perfekte Vorlage für eine echte Trotzreaktion am nächsten Wochenende gegen Kreuzberg geschaffen. Man darf gespannt sein…
Micha