2.Männer

Trainer
Steffen Seeber

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

KSV Ajax II – BTV 1850 III 30:27 (18:11)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Schlechte Gastgeber!

Bevor ich über unser Spiel gegen BTV 1850 III berichte ist es natürlich meine traurige Chronistenpflicht, auch ein paar Worte über die Partie am Vorwochenende gegen OSF IV zu verlieren. Also… OH! KUCK MAL DA, EIN ABLENKUNGSMANÖVER…! Schade, jetzt habt ihr den Bericht über die dumme und unnötige Niederlage gegen die „Mannschaft der Rückrunde“ (?) verpasst, tut mir leid…

Am Samstag, den 02.03. war also BTV 1850 III bei uns in der Ajax-Arena zu Gast. Zur Erinnerung: Im Hinspiel (bei dem der heute fehlende Tim sechs Tore gemacht hatte) war lange kein Gewinner abzusehen gewesen, und wir konnten erst in den letzten Minuten einen knappen Sieg einfahren. BTV hat eine erfahrene Truppe, die immer in der Lage ist sich bietende Chancen zu nutzen und bei einem Rückstand sicher nicht allzu nervös werden würde. Zudem kämpft diese Mannschaft gegen den Abstieg und würde daher sicher alles geben. Wir dagegen hatten uns in den letzten beiden Spielen durch Unkonzentriertheiten und schlechte Abwehrarbeit zwei Niederlagen eingehandelt und wollten und mussten mal wieder gewinnen, um nicht den Anschluss nach oben zu verlieren. Anscheinend erwarteten einige unserer Fans ein interessantes Spiel, denn obwohl weder vor noch nach unserem Spiel eine andere Partie angesetzt war hatten sich fast 50 Zuschauer in der Ajax-Arena eingefunden… danke dafür, so macht das Spaß!
Wir erwiesen uns von Beginn an als schlechte Gastgeber und grauenhafte Show-Mannschaft. Sonst ist es eher unsere Art, Gastgeschenke zu verteilen und dem Gegner die besten Bissen, sprich Tore, auf dem Silbertablett zu servieren. Diese unsere Manieren vergaßen wir heute vollkommen, und machten so ungewöhnliche Dinge wie „In der Abwehr zupacken“ und „Vorne Chancen verwandeln“, und waren dabei in Angriff und Abwehr erstaunlich ausgeglichen erfolgreich! Und so lagen wir zur Halbzeit mit sage und schreibe 7 Toren vorne (18:11)! In diesen ersten 30 Minuten durften bereits 8 unterschiedliche Spieler ein Tor werfen!
Wer uns kennt, der weiß, dass sowas ein für uns untragbarer Zustand ist. Würden wir weiterhin Besuch von anderen Teams bekommen, wenn wir zu unseren Gästen so unhöflich sind? Würden sich auch in Zukunft derart viele unserer Fans in die Halle verirren, wenn wir solch langweilige Spiele abliefern, bei denen der Sieger eventuell schon zur Halbzeit feststeht? Das musste geändert werden!
Jetzt war es also wieder Zeit für eine unserer Kardinaltugenden: wir sind in der Lage, in kürzester Zeit alles über das Handballspiel zu vergessen, was wir zu wissen glaubten! Und dabei behielten wir die oben erwähnte Ausgeglichenheit bei; nicht nur luden wir hinten die Gegner zu einfachen Toren ein , wir verwarfen auch vorne die einfachsten Dinger (bzw. vermieden es geschickt, Chancen überhaupt zu kreieren). Und das Ergebnis ließ sich sehen: Die Mienen der BTV-Spieler hellten sich auf, die Zuschauer erwachten aus ihrer Trance, und plötzlich wurde es wieder lebhaft auf der Tribüne! Wir schafften es, diese fast übermenschliche Leistung bis zur 47. Minute aufrecht zu erhalten - dann hatten wir es endlich geschafft, unseren langweiligen Vorsprung in einen spannenden Rückstand von einem Tor zu verwandeln! Juhuu!
Dann allerdings hielt der alte Schlendrian Einzug: Anstatt den Torwart anzuschießen warfen wir wieder an ihm vorbei ins Tor. Anstatt den Gegner aus guter Position werfen zu lassen, drängten wir die Spieler ab oder standen ihnen (metaphorisch) derart auf den Zehen (sorry dafür!), dass sie nur Notwürfe loswurden oder erst gar nicht zum Abschluss kamen. Anstatt vorne eindimensional nur direkt auf den Gegner aufzulaufen oder den Sprungwurf über den mit Abstand größten Spieler zu versuchen, spielten wir wieder schnell durch und erzeugten Druck auf die Lücken. Wir zogen davon, erspielten uns einen Vorsprung von drei Toren und ließen BTV bis zum Schluss nicht mehr näher herankommen (30:27).
Was waren also die Gründe dafür, dass uns vielleicht eine weitere Mannschaft gar nicht mehr besuchen mag? Zum einen waren das die undisziplinierten Leistungen von Püppi und Lukas, die zusammen 12 unserer Tore machten, und das auf mehr (Lukas) oder weniger (Püppi) spektakuläre Weise. Auch Julian machte eine hervorragende Partie ohne einen einzigen Fehlwurf (dass die Quote hierbei 0 von 0 betrug, das lassen wir hier unerwähnt…ähh… egal)! Im Endeffekt müssen wir uns alle als Mannschaft an der eigenen Nase packen (das sieht sicher lustig aus und könnte eine Übung für’s nächste Training darstellen), denn dass wir erneut einen Gegner traurig gemacht haben, das war heute eine Leistung der gesamten Truppe.
Nach dem Pokalwochenende dürfen wir am 17.03. zur SSG Humboldt reisen. Die sind derzeit Tabellenführer und zudem nette, gebildete Menschen. Die werden es uns sicher verzeihen, wenn wir möglicherweise wieder unvorsichtig sind und aus Versehen Punkte zurück mit nach Köpenick nehmen.
Bis dahin,
Micha