2.Männer

Trainer
Steffen Seeber

Trainingszeiten - 2.Männer
Di: 20.00 - 22.00 Archenhold-Gymnasium
Do: 20.30 - 22:00 Siriusstraße

KSV Ajax II – SG NARVA IV 34:24 (14:12)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in 2.Männer

Über den Wert von Statistiken

Am 23.03.2019 sahen die zahlreich in der Ajax-Arena anwesenden Zuschauer des Bezirksligaspiels zwischen den Hausherren und der SG Narva IV eine über weite Strecken engagierte, aber faire und allenthalben im echten Sportsgeist ausgetragene Handballpartie. Die Spieler beider Mannschaften gingen freundlich miteinander um und verzichteten auf unnötige Härte – genau so, wie man es eben schätzt und eigentlich auch erwartet. ABER: Sie wurden alle getäuscht! Denn ein Blick in das nuliga-Protokoll offenbart das wahre Grauen: 12 Zeitstrafen, 2 rote Karten, und 15 Strafwürfe… es war ein Blutbad! Tja, so kann man sich täuschen. Mögliche Gründe hierfür wurde bereits klar und humorvoll im Spielbericht unseres Gegners gewürdigt (https://www.sg-narva.de/launiger-samstagabend/). Dem ist nichts hinzuzufügen, und damit können wir uns dem Spielverlauf widmen.

Wer die SG Narva kennt, der weiß, dass es in diesem Verein ein schier unendliches Potential an Spielern gibt (die haben vier(!) Mannschaften im Ligabetrieb der Männer, dazu - zumindest zeitweise - eine Ü32 und eine Ü40). Wenn man das kombiniert mit einer Truppe, die sich nach einem katastrophalen Saisonstart (mit 2 von 16 möglichen Punkten) mit einer Reihe von Siegen noch auf den fünften Tabellenplatz hochgearbeitet hat, dann weiß man, dass man in solchen Spielen immer auf der Hut sein muss.

Und es wurde das erwartet schwere Spiel, zumindest in den ersten 40 Minuten. Wann auch immer wir in Führung gingen, Narva hatte die passende Antwort, zumal die Schützen bei Strafwürfen (von denen es wie gesagt an diesem Tag mehr gab als in unseren drei Spielen davor zusammen) absolut sicher agierten. Aber die Abwehr stand vergleichsweise solide, und wurde lediglich durch einige Umstände erschwert, die (so die Aussage der sachkundigen Zuschauer) diese Partie zu einer der unterhaltsamsten der Saison machten. So wechselte die Führung immer wieder, und erst wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene gelang uns zum ersten Mal eine Führung von zwei Toren.

Die Parole für die zweite Hälfte lautete natürlich „Nicht nachlassen!“. Wenn der Gegner deutlich weniger und (man möge mir als Alterspräsident meiner Truppe diese Frechheit verzeihen) auch etwas ältere Spieler als man selber auf dem Spielberichtsbogen stehen hat, dann bedeutet das, schnell zu spielen. Und diese Taktik zeigte Wirkung. Die Rückwärtsbewegung beim Gegner wurde spürbar langsamer, was wir manchmal (genau, nur manchmal!) sogar zu Kontern nutzen konnten. In der 42. Minute starteten wir dann einen 4:0-Lauf (zum Stand von 24:18), der die restliche Gegenwehr vollends bröckeln ließ. Endstand war dann ein (vielleicht etwas zu hoch ausgefallenes) 34:24.

Noch ein Wort zum Gegner: Das Kompliment, das ihr uns in eurem Spielbericht gemacht habt, können wir nur vollumfänglich zurückgeben. Bei weniger Besonnenheit - gerade bei einer zurückliegenden Mannschaft - hätte das eine äußerst hässliche Angelegenheit werden können. So wurde es eine lustige Anekdote, die wir bei dem einen oder anderen Fläschchen Hopfenblütentee mit interessierten Zuhörern teilen können

Liebe Grüße,
Micha