VfL Tegel vs. KSV Ajax 24:24 (16:13)

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in mC-Jugend

AUFSTEH'N IST SCHÖN…..so sang Johanna von Koczian schon 1978 und ich bin mir sicher, sie hat damals schon gemerkt, was man mit diesem Schocker anrichten kann, wenn er in falsche Hände gerät. Dies war dann also 42 Jahre später der Fall und die Elternschaft bekam von Unbekannten den Tipp, diesen Hit einfach mal zum Wecken durch die Köpenicker Kinder( äh Jugend )zimmer marschieren zu lassen, was wohl auch einige Eltern taten. Augenzeugen berichten von Fassungslosigkeit bis hin zu satanischen Flüchen, die ins Kissen geweint wurden…
So traf man sich dann aber doch um 08:30 Uhr ( !!! ) im schönen Tegel und eigentlich sahen die Jungs gar nicht mal sooo schlecht aus und waren bereits in bester Pöbellaune. Schrödi konnte mit seiner Idee, einen Direktflug von Schönefeld nach Tegel zu nehmen, nicht überzeugen und wurde von den anderen beiden Trainern sicher mit zur Halle gebracht.

In der Kabine wurde dann hochfeierlich unser neuer Trikotsatz verteilt, den Papa Paul und 2M Service uns spendierten. Und dann ging es los… zu weiß, zu blau, zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn… die ganze Kabine voller Mimimi… und der Autor dieses Berichts dachte sich so: Wir pumpen so lange, bis die Dinger sitzen ihr Lauchis.  Als wir dann noch darum baten, mit unserem neuen Sponsor ein Foto zu machen, brach die heile Welt der kleinen Racker nun endgültig zusammen. Jetzt konnte nur noch ein Leckerli die Stimmung drehen. Stolz wurde unsere neue Partybox aus der Aktion „ Scheine für Vereine „ hervor gezaubert und alles war wieder schön. Wenn man ganz genau hinschaute, konnte man bei Einigen so etwas, wie ein zufriedenes Lächeln erkennen ;)
Nun war es aber Zeit, die Jungs auf das Spiel einzustimmen und Schmiddi gab wie gewohnt hilfreiche Tipps, die gegen die Tegeler zum Erfolg führen sollten.
Das Spiel begann und wir erwischten, anders als im Hinspiel, einen denkbar schlechten Start in diese Partie. Vorne vertändelten wir den Ball durch individuelle, technische Fehler und in der Abwehr luden wir den wurfgewaltigen Rückraum der Tegeler zum fröhlichen Torewerfen ein und so stand es nach 3 Minuten bereits 4:0 für den Gegner. Mir juckte es bereits frühzeitig in den Fingern, die grüne Karte auf den Tisch zu legen und die Jungs daran zu erinnern, dass sie trotz der frühen Uhrzeit nicht im Bette liegen und träumen, sondern auf der Platte stehen und ein wichtiges Punktspiel haben. Doch zum Glück berappelten sich die Jungs von selbst und fingen vorn an, ihre Stärken im Tempospiel und im 1:1 auszuspielen und waren auch vor dem Tor erfolgreich. Wir verkürzten in der 6. Minute den Vorsprung der Gastgeber auf zwei Tore, Gegenangriff Tegel. Jimmy sprintet von der halblinken Position zur Halbrechten und hindert den Gegner sauber von vorne am Wurf. Der Pfiff der beiden unparteiischen 7- Meter gegen uns und zwei Minuten Zeitstrafe für Jimmy. Die Begründung:“ Ich habe die Intention gepfiffen, den Gegner am Wurf zu hindern“. Ich glaube, jeder Abwehrspieler hat die Intention, den Gegner am Werfen zu hindern aber na gut…. Trotz Überzahl konnte sich Tegel nicht weiter absetzen und wir verkürzten sogar auf ein Tor (9:8). Leider schlichen sich vorne wieder zu viele Fehler ein. Oftmals trafen wir nur das Aluminium oder warfen komplett am Tor vorbei und wenn wir doch mal den Ball im Netz unterbrachten, gelang dies scheinbar nur durch Übertreten des 6-Meter Kreises. In der Defensive bekamen wir die Nr. 7 der Gegner nicht in den Griff und so setzte Tegel sich wieder auf 3 Tore ab und nun kam sie doch…die Auszeit. Die Jungs schienen jetzt wieder etwas konzentrierter und wacher zu sein und wir erzielten nach 17. Minuten erstmals den Ausgleich. In den letzten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten mit dem besseren Ende für Tegel. (Halbzeitstand 16:13) Grund dafür war mal wieder ein unnötiger Ballverlust kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Hatten wir, glaube ich, jetzt bereits zum 4.Mal in dieser Saison. Das Gute war, man hatte ja noch 25 Minuten, um alles besser zu machen. Vor allem in der Defensive war viel Luft nach oben. Wir stabilisierten uns in der Defensive und auch Liron unterstützte uns im Tor mit ein paar schönen Paraden. Leider fehlte vorne weiterhin die nötige Konzentration und so gelang es uns nicht wirklich den Vorsprung der Tegeler zu verringern. In der 36. Spielminute gab es dann die 2-Minuten Strafe für unseren Spielmacher Philip. Diese nutzen die Gastgeber, um sich erstmals auf 5 Tore abzusetzen und ich wollte zur grünen Karte greifen. Yugeen hatte jedoch andere Pläne und erzielte einen schnellen Treffer zum 20:24. Dafür warte ich natürlich gerne noch einen Angriff mit meiner Auszeit. Wir holten uns hinten nun sauber den Ball und stellten vorne auf zwei Kreisläufer um, um die Abwehr noch einmal vor neue Probleme zu stellen. In der Defensive hatten wir jetzt endlich die richtige Einstellung und Motivation um dem Gegner keinen Treffer mehr zu gewähren. Auch eine Unterzahl konnte daran nichts ändern und Jimmy erzielte knapp 3 Minuten vor Ende der Partie den 23:24 Anschlusstreffer und nun machte auch der Heimtrainer von seiner Auszeit Gebrauch. Wir waren uns einig, dass wir in diesem Spiel auch mit einem Punkt zufrieden sein konnten und so war die Devise, konzentriert verteidigen , noch einmal vorne erfolgreich sein und in der Abwehr nichts mehr anbrennen zu lassen. Hinten standen wir weiter gut und eroberten uns folgerichtig den Ball. Den anschließenden Konter konnte Philip mit dem Rücken zum Tor per Rückhandwurf in die lange untere Ecke setzen, frei nach dem Motto: „Warum einfach, wenn es auch umständlich geht“ . Der Jubel war groß, doch jetzt galt es, auch die letzten Sekunden unbeschadet zu überstehen. 7 Sekunden vor Ende gab es den Freiwurf für den Gegner und die Nr. 7 nahm die Verantwortung auf sich, setzte den Ball aber zu unserer Erleichterung über das Tor und das Spiel endete mit 24:24.

Was bleibt am Ende? Auf jeden Fall ein verlorener Punkt. Wir haben es bis zur 40. Minute nicht geschafft, das Spiel an uns zu reißen. Es waren einfach zu viele Fehler, in der Abwehr aber auch im Abschluss. Aber auch die Einstellung war bis zu diesem Zeitpunkt weit weg von dem, was uns seit September so stark gemacht hat. Das es geht und wie es geht haben wir ja aber ab der 40. Minute gesehen. Plötzlich war die Einstellung da und plötzlich hatten wir Tegel im Griff. 10 Minuten lang kein Tor für Tegel und 5 Tore für uns!!! Hier wurde von den Jungs wirklich nochmal Moral bewiesen, dickes Lob. Also auch ein gewonnener Punkt.
So stapften wir unzufrieden aber irgendwie auch zufrieden in die Kabine. Philip legte unseren Köpenick Song über unsere neue Box in Dauerschleife und eins fix drei zog wieder die Gemütlichkeit ein und alle freuten sich, dass Henriks Schwester für ihren Bruder mal wieder einen Backtag eingelegt hatte und Matteo eine Runde Cola….. öhmmm Matteo…. wo war eigentlich die Cola? :o
IGISHA!!!
Schmiddi und Raik :-)